vita

Ich kam nicht zur Kunst. Ich war immer schon da.

 

Ich stehe vor dem Gebäude der Akademie. Eine Mappe mit meinen Zeichnungen unter dem Arm. Ich gehe nicht hinein. Ich gehe wieder nach Hause.

 

Ich studiere Literaturwissenschaft, promoviere. Hier ist der Text die Kunst. Gegenstand meiner Neugier und Wissenschaft: Die Träume des Menschen, sein Fabulieren über die Bedingungen seiner Existenz, sein Getriebensein.

 

Ich bin selbst getrieben und weiß nicht von was. Bis zu diesem Abend, als ich nach Jahren die verbeulte Blechdose mit den Farben hervorhole. Nun weiß ich, was mich immer schon getrieben hat, dieses seltsame Tier.

 

Meine Sprache: eine der Bilder, in denen ich vom Menschen träume, fabuliere über die Bedingungen seiner Existenz, sein Getriebensein.

 

Was in Worten gesprochen: bleibt unübersetzbar ins Bild. Was das Bild verspricht, hält das Wort nicht. Alles Gesagte ist auch seine Form.

 

Die Sprache der Bilder ist vielfältig. Was der Betrachter mit meinen Bildern in seinem Kopf anstellt, ist interessant, aber seine Sache. Denn er unterhält sich letztlich mit dem Bild, nicht mit mir.

 

 

 

 

 

Dr. Sabine Jansen

geboren 1969 in Köln

Studium der Literaturwissenschaft und Promotion

Seit 2001 freischaffende Künstlerin, Malerei und Zeichnung, Köln

Ausstellungen und Veröffentlichungen:

 

2003 LabSal, Gemeinschaftsausstellung mit Hiltrud Gauf und Tanja Klemm, Simultanhalle, Köln

2006-2009 mehrere Ausstellungen im Rahmen des „Grüner Salon“, Köln

Seit Januar 2007 Mitglied im artclub, Köln, regelmäßige Gemeinschaftsausstellungen

2008 Einzelausstellung „Drei Versuche über christliche Kunst“, artclub, Köln

2008 Illustrationen in „spa-tien. zeitschrift für literatur“, Heft 6, www.spatien.net

2009 Einzelausstellung „Porträts“, artclub, Köln

2010 Umschlagillustrationen zu Franz Kafka: Kleine Formen. Gesammelt und gelesen von Hartmut Abendschein und Fritz Michel. edition taberna kritika. Bern 2010

Seit 2010 Mitglied im online Kunstportal www.artpackage.de